Johannes Wimmer

Bass
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Der 1977 geborene Salzburger Bassist Johannes Wimmer ist das zweite Kind einer musikverbundenen Familie, die seine hohe musikalische Begabung früh intensiv förderte. So wurde er bereits mit 7 Jahren Student an der Universität Mozarteum im Fach Klavier. Nach dem Abschluss am Musischen Gymnasium Salzburg folgte ein Gesangsstudium an der Universität Mozarteum Salzburg bei Gudrun Volkert, welches er 2004 mit Auszeichnung beendete. Für seine Interpretation des Bartolo in Le nozze di Figaro wurde er dabei mit dem „Hanna Ludwig Preis“ ausgezeichnet. Gemeinsam mit Gudrun Volkert erarbeitet er sich nach wie vor sein Repertoire. Neben ihr setzten Robert H. Pflanzl, Josef Wallnig und im Bereich Lied Hartmut Höll prägende künstlerische Impulse. Studienergänzend besuchte er Meisterkurse bei Brigitte Fassbänder, Sherill Milnes und Gianni Raimondi.
Johannes Wimmer feierte 2005 sein Debut in Catania (Sizilien) am Teatro Massimo Bellini in der Produktion „Guntram“ unter Maestro Gustav Kuhn. Die Wiederaufnahme der Oper führte ihn erstmals zu den Tiroler Festspielen in Erl.

Unter der neuen Intendanz von Klaus Zehelein war Johannes Wimmer mehrfach Gast am Prinzregententheater München. Er wirkte dort in der viel beachteten Produktion „Das Wundertheater/Ein Landarzt/Ende einer Welt“ von H. W. Henze als Landarzt/ Golch mit.

Infolge sang er den
König Chilperich in der Oper „Fredegunda“ von R. Keiser, diese Produktion wurde mit einem Preis in der „Opernwelt“ ausgezeichnet. Eine Wiederaufnahme fand in Bayreuth statt. Darauf verkörperte er Betto di Signa in „Gianni Schicchi“ von G. Puccini. 2007 folgte sein Rollendebut als Baculus in Lortzings Oper „ Der Wildschütz“, Gastspiele führten ihn mit dieser Rolle nach Deutschland und Rumänien. Im selben Jahr war er in Erl unter der Leitung von Gustav Kuhn in „Parsifal“ aufgetreten. 2008 war er als Bartolo (Barbiere, Rossini) in Herrenhausen, Hannover, zu Gast.

Von 2008/2009 bis 2011 war Johannes Wimmer festes Ensemblemitglied am Nationaltheater Mannheim, wo er in zahlreichen Partien, wie Masetto, Bailly, Frank, Doolittle, Truffaldino, Sagrestano, Titurel, Nachtwächter, Grenville, Talpa, Betto di Signa u.v.m. zu erleben war.

Neben der Oper ist Johannes Wimmer auch intensiv im Konzertbereich tätig. Zahlreiche Konzerte führten ihn durch ganz Europa, unter anderem nach Lissabon (Por), Aquileia und Padova (I), Krakau (Pl), Mannheim (D) und in seine Heimatstadt Salzburg, wo er in Liederabenden, sowie in geistlichen Konzerten im Salzburger Dom zu hören war.

Johannes Wimmer arbeitete mit namhaften Dirigenten und Regisseuren wie Dan Ettinger, Friedemann Layer, Donald Runnicles, Axel Kober, Ulf Schirmer, Gustav Kuhn, Christof Nel, Nicolas Brieger, Monique Wagemakers und Tilman Knabe. In Erinnerung bleiben auch gemeinsame Auftritte mit Agnes Baltsa, Kurt Rydl, Vesselina Kasarova und Editha Gruberova.